Im Fach „Übungen Psychologie“beschäftigen sich unsere Studierenden im ersten Halbjahr intensiv mit verschiedenen psychischen Erkrankungen. In Form von Referaten werden Themen wie Schizophrenie, posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) oder Borderline-Persönlichkeitsstörungen vorgestellt. Dabei geht es nicht nur um Symptome und Ursachen, sondern auch um den Umgang mit betroffenen Menschen im Alltag.
Im zweiten Halbjahr steht ein besonderer Perspektivwechsel im Mittelpunkt: Die Studierenden haben die Aufgabe, psychische Erkrankungen in einfacher leicht verständlicher Sprache zu erklären. Ziel ist es, Informationen so aufzubereiten, dass sie für alle Menschen zugänglich sind – insbesondere für Eltern auch mit Migrationshintergrund oder geringen Deutschkenntnissen.
Warum ist das wichtig? Psychische Erkrankungen betreffen viele Menschen, werden aber oft missverstanden oder tabuisiert. Gerade Eltern spielen eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, Veränderungen bei ihren Kindern wahrzunehmen und Unterstützung zu suchen. Verständliche Informationen können helfen, Ängste abzubauen und den Zugang zu Hilfe zu erleichtern.
Mit solch einem Projekt möchten wir dazu beitragen, Wissen über psychische Gesundheit für alle zugänglich zu machen. Denn je besser Menschen informiert sind, desto leichter fällt es, Verständnis zu entwickeln und Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Im weiteren Verlauf des zweiten Halbjahres richten wir den Blick auf eine zentrale Frage: Was macht Menschen eigentlich glücklich und psychisch gesund? Angesichts steigender Zahlen psychischer Erkrankungen gewinnt dieses Thema zunehmend an Bedeutung. Die Studierenden setzen sich dabei mit verschiedenen Aspekten mentaler Gesundheit auseinander. Dazu gehören unter anderem Resilienz – also die Fähigkeit, schwierige Situationen zu bewältigen-, Erkenntnisse aus der Glücksforschung, der Umgang mit Stress sowie konkrete Entspannungsübungen. Auch Themen wie soziale Vergleiche, der Einfluss von Gedanken auf unser Wohlbefinden sowie der bewusste Umgang mit Emotionen und Gefühlen werden behandelt. Ziel ist es, die Studierenden nicht nur theoretisch zu informieren, sondern ihnen praktische Strategien an die Hand zu geben. Sie sollen lernen, eigene Stresssituationen besser zu erkennen, angemessen damit umzugehen und ihre psychische Gesundheit aktiv zu stärken. Gleichzeitig werden die Studierenden dafür sensibilisiert, auch im Umgang mit anderen achtsam und unterstützend handeln.


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